Archiv der Kategorie: Wettbewerbe

Wettbewerb Neubau Seniorenpflegeheim Saalfelden

Das für die Bebauung zur Verfügung stehende Areal ist geprägt durch das historische Schloss Farmach, einem beachtlichen Höhenunterschied und einem beeindruckenden Ausblick.

Die grundlegende Projektidee zur Situierung und Ausformung des neuen Pflegeheims bildet ein behutsamer Umgang mit dem historischen Bestand, unter Ausnutzung des natürlichen Geländes.

Das Projekt folgt dem natürlichen Geländeverlauf, bettet sich in die Landschaft ein und
gliedert sich in 2 Baukörper, reagiert mit einer Höhenstaffelung auf die Bestandsstruktur.
Der Hauptzugang erfolgt von der Straße her über einen großzügigen Vorplatz und soll zu einer neuen Adressbildung für das gesamte Areal führen.

Der gedeckte Vorplatz dient zum Ankommen und Verweilen. Der Mehrzwecksaal kann durch öffenbare Glaselemente bei Veranstaltungen zum gedeckten Vorplatz hin geöffnet werden und bei Bedarf mit dem Foyer gemeinsam genutzt werden. Es besteht bei gleichzeitiger Nutzung auch die Möglichkeit der Teilung. Die Bibliothek ist ebenfalls dem Foyer zugeordnet und lädt zum Verweilen und Lesen ein.
Besucher werden über den Empfang zu den zwei Erschießungszonen, entlang des Atriums, direkt zu den einzelnen Wohngruppen geleitet.

Das Atrium verbindet alle Ebenen und schafft Sichtbeziehungen im Inneren, sowie nach Außen.

Die Verbindungsebene zu den Bestandstrakten befindet sich im 2.OG und ist zugleich mit zwei Wohngruppen die Hauptebene für diesen Bereich. Von dieser Entwickelt sich jeweils eine Wohngruppe nach unten und eine nach oben.

Das Atrium verbindet alle Ebenen und schafft Sichtbeziehungen im Inneren, sowie nach Außen.
Die Verbindungsebene zu den Bestandstrakten befindet sich im 2.OG und ist zugleich mit zwei Wohngruppen die Hauptebene für diesen Bereich. Von dieser Entwickelt sich jeweils eine Wohngruppe nach unten und eine nach oben.

Die obere Wohngruppe ist einem für alle Bewohner zugänglichen Dachgarten zugeordnet und die untere Wohngruppe verbindet sich über das Atrium mit dem Personalbereich.
Auf private Freiflächen in den einzelnen Wohneinheiten wird bewusst zugunsten allgemeiner Freiräume verzichtet. Für den individuellen Außenbezug werden die Zimmer mit Sitzerkern und Blumentrögen aufgewertet.
Durch die Einbettung in das Gelände ergeben sich in allen Ebenen barrierefreie Verbindungen zu den Außenräumen. Vielfältige Außenraumqualitäten bieten den Bewohnern unterschiedliche Möglichkeiten die Freiräume zu erleben.
Das Projekt verbindet sich barrierefrei mit den bestehenden Wegen und Außenanlagen – vom neuen Vorplatz bis hin zur Eingangsebene von Schloß Farmach.

Die Aufenthaltsflächen in den Wohngruppen bieten unterschiedliche Bereiche und werden durch Höfe zusätzlich belichtet. Diese Höfe bilden bewusst auch einen „Filter“ (Einsicht/Beobachtung) zu den zentral angeordneten Stützpunkten.

Wettbewerb Neubau Volksschule Steinach

Der heterogen gewachsene Schulkomplex soll mit der neuen Volksschule zu einem qualitätsvollen Ensemble ergänzt werden und durch bewusste Setzung mit dem entstehenden Platz eine neue Mitte für beide Schulen definieren - selbständig, aber nicht in Konkurrenz tretend mit dem denkmalgeschützten Gebäude.
Vorgeschlagen wird ein kompakter Baukörper mit räumlichen Qualitäten in der inneren Struktur und im Außenbereich.
Der Ansatz eines minimalen, selbstverständlichen Eingriffs in das Gewohnte bedingt die Schaffung einer Gebäudestruktur, bei welcher der allgemein zugängliche Sportplatz im Erdgeschoß bleiben kann.
Den vorhandenen Bauplatz und das gegebene Gelände nutzend ergibt sich eine halbgeschoßige Versetzung innerhalb der Struktur, welche eine räumliche Verflechtung der verschiedenen Bereiche und der Cluster untereinander ermöglicht - von jedem Cluster aus, ergeben sich vielfältige Blickbeziehungen in andere Ebenen.
Ein vertikal, bei dem die unterschiedlichen Niveaus miteinander verschmelzen und über Sitzstufen entlang der Erschließung großzügige Begenungszonen zwischen den Marktplätzen entstehen.
Durch Schaffung einer zentralen, großzügigen Erschließungszone, mit vielfältigen Möglichkeit zum Verweilen auf Sitzstufen, entsteht ein vertikal erlebbares Raumkontinuum bei dem unterschiedliche Ebenen miteinander verschmelzen.

EU-weit offener Wettbewerb Neubau Volksschule und Funtionssanierung Mittelschule Steinach am Brenner

Modell: Pierre Luigi Atelier

Wohnbebauung NHT Pradl Ost, Baustufe 3 + 4 – geladener Wettbewerb – 1. Anerkennung

Die vorgelegte städtebauliche Interpretation der Südtirolersiedlung wird als Grundstruktur aufgenommen und in seiner Grundstruktur auf einen sich wiederholenden, L-förmigen „kleinsten Nenner“ gebracht.

Die L‘s werden in Abhängigkeit ihrer Umgebung in ihrer Höhe gestaffelt und beschnitten.

Das L am Kirchplatz (südliches L von BT 4) bleibt nur in einem Fragment als weiteres Solitär am Platz erhalten. Dem Platz werden die öffentlichen Funktionen, wie Kinderkrippe und Widum zugeordnet.

In seiner Höhe entwickelt sich dieser aus den Gebäuden an der Türingstraße und bildet dadurch keine Konkurrenz zu den höheren,torbildenen Gebäuden in der Gumppstraße.

Die nördlichen L‘s von Bauteil 3+4 ordnen sich unaufgeregt städtebaulich unter und überlassen den Hauptauftritt dem L, welches einerseits mit dem Hochpunkt am Eck die neue platzbildende Mitte des Quartiers markiert und mit dem niedrigen Teil die Überleitung zum bestehenden Eschenhof ausformuliert.

Im Erdgeschoss befinden sich gedeckte Bereiche welche den Freiräumen zugeordnet sind und als Fahrradabstellplatz dienen.

Die städtebauliche Struktur hat also zwei Hauptakteure, welche zu den öffentlichen Plätzen hin unterschiedlich ausformuliert werden.

Durch Versatz der Baukörper werden vielschichtige Freiraumqualitäten von öffentlich – halböffentlich – privat erzeugt.

Der Eckversatz der L‘s definiert einen Vorbereich zu den charakteristischen Durchgängen, welche zu den halböffentlichen Höfen führen und trägt zur Platzbildung mit den gegenüberliegenden Gebäuden bei.

Die Dachgärten, welche die unterschiedlichen Höhen der Gebäudeteile nutzen, sind jeweils einem Stiegenhaus zugeordnet und dadurch einem kleineren Kreis zugänglich.

Jedes L wird über drei Stiegenhäuser erschlossen, welche in jedem Geschoß einen Mix von größeren „durchgesteckten“ Wohneinheiten und kleineren längsorientierten Einheiten ermöglichen.

Wohnbebauung am Bichl III, Igls – EU-weit offener Wettbewerb

    

Die städtebauliche Ausgangssituation ist geprägt durch die spezielle Lage am Siedlungsrand und der topografischen Herausforderung einer nach Nord-Westen abfallenden Hangsituation.

Entlang der Zufahrtsstraße befinden sich am Südhang verschiedene Einfamilienhausstrukturen, sowie vorangegangene Wohnbebauungen, wie Bichl I+II, welche stark unterschiedliche Bebauungsstrukturen aufweisen.

Die vorhandenen Qualitäten des Ullwalds werden als außergewöhnliche Freiraumqualität direkt vor der Haustüre von den Bewohnern sehr geschätzt und bilden einen wesentlichen Aspekt für die Projektidee.

Das Projekt versteht sich als Vermittler zwischen der bestehenden heterogenen Siedlungsstruktur und einer qualitätvollen Überleitung / Auflösung zum Naturraum hin.

3×3

Das Gelände entwickelt sich über 3 Geländeniveaus, welche jeweils entlang der südlichen Grundgrenze ebnen anschließen. Untereinander werden diese mit Rampen und Liften verbunden.

3 Erschließungszonen sind 3 Plätze vorgelagert, um die sich jeweils 3 Baukörper gruppieren.

Die Gebäude werden der dörflichen Körnung angepasst, kleinstrukturiert in 3 Baukörper gegliedert und erzeugen über den Zwischenraum die gewünschte Durchlässigkeit der Freibereiche zum Wald hin.

Es entstehen somit 3×3 Baukörper, in denen alle Wohnungen mehrseitig belichtet werden.

Von jeder Wohnung ist einerseits der Bezug zur Siedlung und andererseits zum Naturraum hin herstellbar.

Großzügige Loggien mit unterschiedlichen Orientierungen schaffen die Möglichkeit eines qualitätvollen Wohngefühls mit direktem Naturbezug. Private Gärten werden zugunsten der allgemeine Durchgrünung knapp gehalten.

Die aufgelockerte Orientierung der Wohnungen wurde bewusst entgegen einer gleichförmigen Südausrichtung gewählt, um Sichtbeziehungen zwischen Natur, Siedlungsraum und den Bewohnern untereinander zu ermöglichen.

Die vielfältigen Außenraumqualitäten werden beim Durchschreiten entlang von Wegen, Plätzen, Rampen über unterschiedliche Niveaus erlebbar und vernetzen sich mit den natürlichen Außenräumen.

Die Schichtung der Geschoße wird über die Fassaden klar ablesbar – massive Deckenbereiche wechseln sich mit einer Abfolge von Fenstern und hinterlüfteten Fassadenbereichen ab. Für die hinterlüftete Fassade werden verschiedenfarbige Faserzementplatten (Öko skin, Rieder) vorgeschlagen – sichtbar geschraubt, in Anlehnung an eine Bretterschalung.

Jeweils 3 Baukörper werden über ein Stiegenhaus erschlossen, wobei jeder Baukörper für sich mit ca.15x15m übersichtliche Abmessungen aufweist und sich pro Geschoß in zwei Wohnungen gliedert.

Alle Gebäude sind maximal E+2, wobei manche obersten Geschoße nur zum Teil genutzt werden.

Die Wohngeschoße sind mit den Tiefgaragen, Nebenräumen und Außenräumen behindertengerecht erschlossen.

HTL Anichstraße Innsbruck – EU-weiter Realisierungswettbewerb

Die städtebauliche Ausgangssituation ist geprägt durch einen heterogen, über Jahrzehnte gewachsenen, innerstädtischen Schulkomplex.

Die bestehenden Hofbebauungen schaffen es nicht das Areal architektonisch als Einheit ablesbar zu machen und die Erweiterungspotentiale sind räumlich begrenzt.

Für die Erweiterung wird eine Struktur vorgeschlagen, welche den Versuch unternimmt, das gewachsene Konglomerat zu verbinden und ein identitätsstiftendes Signal am Platz zu verorten.

Die Aufstockung setzt sich bewusst zum Platz hin ab und bildet einen neuen Rahmen für den Schulhof, in dem von außen ablesbar der Mehrzweckbereich mit Sitzstufen zu erkennen ist.

Die Höhenstaffelung nimmt die Traufe der Gebäude am Innrain auf und wird zum Stammhaus in der Anichstraße hin eingeschoßig.

 

 

Vielfältige Anbindungsmöglichkeiten zu den bestehenden Trakten prägen das „Brückenbauwerk“. Entlang der Erschließungsachse reihen sich, in ein- bis zweigeschoßigen Raumsequenzen, die verschiedenen Funktionen für Unterricht und Mehrzweck.

Die zwei multifunktionalen Unterrichtsräume können durch mobile Trennwände zusammengeschaltet werden und bilden mit den Sitzstufen, welche als Tribüne Verwendung finden können, eine großzügige Fläche mit zwei-geschoßigen Überhöhen für vielseitige Nutzungsmöglichkeiten.

Der Mehrzweckbereich kann vom Unterrichtsbereich abgekoppelt betrieben werden und kann somit auch für externe Nutzungen zur Verfügung stehen.

 

 

Die bestehende Dachfläche im E2 wird als Freibereich genutzt – der Teil der dem Mehrzweckbereich zugeordnet ist, kann diesem bei Veranstaltungen als Erweiterungsfläche dienen.

Die Platzgestaltung im Hof wird bewusst reduziert ausformuliert – bestehende Elemente werden z.T. beibehalten und formal weitergestrickt – Sitzbänke, Brunnen, Bäume bilden die wesentlichen Gestaltungselemente.

Seniorenzentrum Zams – Schönwies, EU-Weit offener Wettbwerb

Die städtebauliche Ausgangssituation ist geprägt durch dörflich gewachsene Strukturen. Im Kern hat sich von der Hauptstraße Richtung Süd-Osten eine Achse mit öffentlichen Einrichtungen für Bildung und soziales entwickelt.

Sie vorhandenen Funktionen von Volksschule und Kindergarten schaffen mit dem Sozialzentrum einen gemeinsamen Sozialbereich für das dörfliche Leben.

Die vorhandene Achse mit der Situierung des neuen Seniorenzentrums klar auszuformulieren und das Dorfzentrum mit einem „Grünen Band“ zur Promenade hin zu verbinden, bildet die Grundlage für die Projektidee.

Das „Grüne Band“ kann als Rückgrat für künftige Dorfentwicklungen verstanden werden.

Ein wesentlicher städtebaulicher Aspekt war deshalb eine klare Haltung zur Weiterentwicklung der vorhandenen Strukturen und Freihaltung der Achse zur Schaffung einer generationenverbindenden Erschließungs- und Begegnungszone.

Das Gebäude weist eine annähernd quadratische Außenform auf, welche sich durch Einschnitte und Anordnung von Atrien nach innen hin spielerisch auflockert.

Die 5-eckigen Atrien sind zueinander verdreht und bilden so vielfältige Raumerlebnisse, Blickbeziehungen und Möglichkeiten zur Bewegung auf einem Geschoß.

Wege – Plätze – Außenräume bilden ein Raumkontinuum – es entsteht eine dörfliche Struktur im inneren des Gebäudes und bietet so den Bewohnern ein individuelles Angebot sich zu bewegen, zu beobachten, oder zu verweilen.

Die Wohngruppen mit zugehörigen Wohnbereichen und Freibereichen sind jeweils in zwei Geschoßen organisiert.

Im Erdgeschoß befinden sich alle Allgemeinbereiche, wie Kapelle, Therapie, oder das Cafe, das als Drehscheibe zum öffentlichen “grünen Band“ hin fungiert.

Im Dachgeschoß befindet sich die Übergangsfplege und die Dachterrassen, welche im geschützten Bereich u.a. als Demenzgarten gestaltet werden können.

Bahnhof Mayrhofen – EU-weit offener Wettbewerb

Die städtebauliche Ausgangssituation ist geprägt durch intensive infrastrukturelle Überlegungen, wodurch eine Fläche zur Bebauung generiert wurde.

Ein wesentlicher Aspekt zur Situierung des Bahnhofs auf diesem Areal war das Freihalten der Sichtachse aus dem Zentrum und Schaffung eines großzügigen Vorplatzes.
Das aufeinandertreffen der bestehenden Bebauungsachse aus dem Zentrum auf die Achse der Bahnlinie generiert im Zwischenbereich den Bahnhof.

Das Ankommen bildet einen wesentlichen Aspekt des Projekts.
Wenn man mit dem Zug ankommt, wird man über einen natürlichen Gehfluss zum Busterminal, zur Tiefgarage und zu den Bike & Ride- Stellplätzen verteilt.
Fußläufig gibt es mehrere Möglichkeiten auf das Areal einzusickern.

Bepflanzungen, Brunnen und Sitzgelegenheiten lenken den Gehweg über den Vorplatz zum Gebäude.
Der Busterminal, welcher über die Ausläufer des Daches, sichtbar mit dem Bahnhof verbunden ist, kann durch den Wegfall der geplanten Tiefgaragenabfahrt, im Süd-Westlichen Bereich des Areals bei Bedarf mit einem zusätzlichen Terminal mit direkter Zufahrt aus dem Kreisverkehr und Anbindung an den Bahnsteig erweitert werden.

Das Dach, unter dem sich alle Funktionen befinden, bildet eine zentrale Projektidee. Je nach Funktion, wechseln sich geschlossene, oder in einen Trägerrost aufgelöste Bereiche ab. Durch Knicke und Einschnitte im Dach ergeben sich unterschiedliche Gewichtungen des Außenraums.
Die im Bahnhofsbereich erforderliche Raumhöhe von 6,20m ergibt durch den natürlichen Geländeverlauf eine Unterkante des Daches beim Busterminal von 4,50m.

Im Außenbereich bieten sich unter dem Dach witterungsgeschützte Bereiche zum verweilen an.
Zugunsten einer großzügigen Vorplatzgestaltung für das Ankommen / Verteilen / Verweilen / Abreisen wird der Busterminal mit Umkehrschleife so angeordnet, dass eine Verschiebung des Bahnhofgebäudes in Richtung Süden ermöglicht wird.

Durch Anordnung von zwei Geschoßen innerhalb des Bahnhofsgebäudes ergeben sich unterschiedliche Raumhöhen für das Kundencenter und den anderen Bereichen. Über den Luftraum entstehen im Innenbereich Sichtverbindungen zum oberen Geschoß.

Die Erschließung der Tiefgarage samt Kiss & Ride erfolgt über die Zufahrt des Busterminals.
Über einen Lift sind alle Geschosse barrierefrei erschlossen.    

Visualisierungen: DI Christiane Harm

Pflegeheim Kössen – EU-weit offener Wettbewerb

Die vorgeschlagene Bebauung definiert eine kompakte Gebäudestruktur, welche durch Einschnitte in Form von Lichthöfen „perforiert“ wird. Die Einschnitte weichen den Baukörper auf schaffen die Möglichkeit einer räumlichen Verzahnung mit dem Außenraum.

Die Höfe sind so angeordnet, dass diagonale Beziehungen durch das Gebäude entstehen, wobei die innen liegenden Höfe die natürliche Belichtung aller Bereiche ermöglichen und die außen liegenden Höfe sich zum Außenraum hin öffnen. Für die Bewohnern ergeben sich differenziertes und mehrschichtig erlebbares Raumgefüge (Schutzbedürfnis/Extrovertiertheit), über die sie mit ihrer Umgebung nach individuellen Bedürfnissen in Kontakt treten können.

Das Thema des betreuten Wohnens wird mit einer eigenständigen Atrium-Haus-Bebauung beantwortet, welche sich aus der grundlegenden Bebauungsstruktur heraus entwickelt. Höfe und Wege lassen ein kleingliedriges, dörfliches Gefüge mit Plätzen zum treffen und verweilen entstehen. Eine individuelle Wohnform, in barrierefreier und direkter Nähe zu den Pflegeeinrichtungen im Erdgeschoss, kann so angeboten werden.

    

Bildungszentrum Gerlos – EU-weit offener Wettbewerb

Die topologische Ausgangssituation für das Areal wird durch eine nach Süd-Osten drehenede Hanglage und einer darauf folgenden Ausrichtung der bestehenden, umliegenden Gebäude geprägt.

Das Projekt nimmt diese Verdrehung auf und fügt sich so natürliche in die Umgebung ein.

Die grundlegende Projektidee beschäftigt sich mit dem Spiel der Wahrnehmung des Gebäudes als Großform, oder als Addition von Einzelbaukörpern, wobei der Schwerpunkt im Versuch liegt, im „Dazwischen“ vielfältige Außenräume für unterschiedliche Nutzungen zu schaffen.

Durch Stapelung der Funktionen und Freibereiche wird ein entdecken der 3. Dimension ermöglicht – vielleicht wie man es in einem „Baumhaus“ erleben kann.

Gedeckte Bereiche, Terrassen und Gartenbereiche gliedern die Außenräume über 3 Ebenen, laden zum Entdecken ein und bilden vielseitig erlebbare Freibereiche.

Die Volksschule verfügt im Erdgeschoss über einen Gartenausgang mit Zentralgarderobe, sowie im Kreativbereich im 1. Obergeschoss über gedeckte Bereiche für die Freiklasse, Werkhof und Nachmittagsbetreuung.

Die Kinderkrippe befindet sich mit der Zentralgarderobe im 1. OG und hat direkt vorgelagert ihren geschützten Freibereich.

Der Kindergarten befindet sich im 2. OG mit Terrasse und Gartenausgang im 1.OG, sowie einer Verbindung ins EG zum Gartenbereich.

Die statische Grundstruktur ist auf einen 8x8m- Raster aufgebaut, welcher eine künftige Umnutzung bei veränderten Anforderungen erleichtert.

Über einem einheitlichen Erdgeschoss gliedert sich das Gebäude in zwei Strukturen mit unterschiedlicher Orthogonalität, welche im Zwischenraum einen Freibereich generieren.

In der einen Struktur befindet sich die Volksschule und in der anderen der Kindergarten und die Kinderkrippe.

Die Erschließung erfolgt im EG über einen multifunktionalen Foyerbereich mit Sitzstufen und Einsicht in den Turnsaal.

Darüber liegend befindet sich einerseits der Kreativbereich der Volksschule, sowie die Kinderkrippe mit dem Zugang zum Kindergarten.

Über dem Kreativbereich befindet sich das Cluster-Geschoss, welches über in den Ecken liegenden Klassenbereichen in der Mitte einen Marktplatz aufspannt.

Die Struktur löst sich in einen vielseitig nutzbaren Raster auf, welcher über Möblierung und mobile Trennwände eine flexible Nutzung ermöglicht.

Der Turnsaal verfügt über eine externen Zugang vom Vorplatz und wird, wie auch alle anderen Geschoße und Außenbereiche, über einen Lift barrierefrei erschlossen.

      

 

Sozialzentrum Zell am Ziller – Anerkennung, Eu-weit offener Realisierungswettbewerb

Die Ausgangssituation charakterisiert sich durch ein städtebaulich prägendes „Stammhaus“, welches durch Zubauten die letzten Jahrzehnte zunehmend verklärt wurde. Die zur Verfügung stehenden Erweiterungsflächen zur Schaffung eines Sozialzentrums liegen nördlich davon und sind durch öffentliche Erschließungswege abgetrennt.

 

Die vorgeschlagene Bebauung greift die vorhandenen und gewachsenen Durchwegungen auf und definiert an deren Schnittstelle, zur Verortung im Dorf, einen neuen Platz – den Kaiser-Franz-Josef-Platz.

Öffentliche Geh-u. Radwege bringen Leben ins Zentrum – die Bewohner können selbst entscheiden, in wieweit sie daran teilhaben wollen, lieber einen der privateren Außenbereiche aufsuchen, oder einfach von oben zuschauen wollen.

Die grundlegende Projektidee kann als Versuch gesehen werden, dem „Altwerden“ in zentraler Lage mitten im Dorf gerecht zu werden und beschäftigt sich mit dem Aufweichen von Grenzen zum „öffentlichen Leben“ hin.

Das Gebäude fungiert einerseits als städtebauliches Bindeglied zwischen vorhandenen Durchwegungen und Strukturen, definiert aber auch eine Adresse für die Bewohner des Sozialzentrums.

Die bestehenden öffentlichen Wege strukturieren das Sozialzentrum im Erdgeschoss in 3 Bereiche – Stammhaus, Servicebereich und Betreutes Wohnen.Das Thema des bestehenden „Stammhauses“ wird an selber Stelle aufgegriffen und führt so das identitätsstiftende Bild des Haupteingangs, welcher sich in der Achse der Hauskapelle befindet, weiter.

Über dem Erdgeschoss mit den öffentlichen Bereichen, wie Cafe und Veranstaltungssaal, befinden sich zwei Geschoße mit den Wohnbereichen und dem betreuten Wohnen.

Die Wohngeschosse gliedern sich jeweils in zwei Wohngruppen und einem Bereich für das Betreute Wohnen, wobei alle Bereiche barrierefrei durchschritten werden können und so ein Rundgang in jedem Wohngeschoss ermöglicht wird.

Im Dachgeschoss befinden sich die Bereiche für die Tagesbetreuung, sowie die Dachterrasse mit den geschützten Freibereichen, wie Sinnegarten und übersichtliche Rundwege.

Die Außenraumqualitäten gliedern sich in 3 Bereiche – der Kaiser-Franz-Josef-Platz als neue Begegnungszone im Dorf, dem Kräutergarten als beruhigter Bereich und Pufferzone vor dem Haupteingang und dem neuen Spielplatzbereich.

Der Ablauf kann unabhängig in einzelnen Schritten erfolgen.

Anfangs kann mit dem Neubau des „Servicetraktes“ und zwei zusätzlichen Wohngruppen begonnen werden – das alte Stammhaus und der Osttrakt bleiben vorerst unberührt.

In einem weiteren Schritt kann der Trakt für das betreute Wohnen gebaut und nach Übersiedelung der Osttrakt abgebrochen werden. Für die bestehende Arztpraxis wird im neuen Sozialzentrum eine Geschäftsfläche als Ersatz angeboten.

Im letzten Schritt wird das Stammhaus neuerrichtet und das Sozialzentrum zusammengeschlossen.

Um den „autofreien“ neuen Platz zu realisieren, wird östlich eine neue Anbindung der Spitalgasse an die Gerlosstrasse vorgeschlagen. Die Zufahrt zur Tiefgarage, sowie die Anlieferung erfolgt über den Rosengartenweg im Norden des Gebäudes.